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Das Geheimnis hinter einem leeren Postfach – oder ereilte Sisyphus wirklich eine Strafe?

Eine Pflanze benötigt Zeit und Aufmerksamkeit für eine optimale Blüte oder Früchte zur Ernte.

Das wird von den Gärtnern immerwährend unterstützt. Unter anderem durch den ewigen Kampf gegen Schmarotzer – das Unkraut. Es will sich immer wieder einmischen und ein optimales Ergebnis verhindern- ewige Störenfriede.

Der Kampf gegen das Unkraut ist meist ein ewiges Hin und Her, in dem der Gärtner scheinbar schnell den Sieg erringt und sich mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht freut,  die Unkräuter aber schon bald wieder sprießen und der Gärtner sich stürzt sich wie der Wolf auf den Hasen mit “na, warte” auf das Unkraut.

Quelle: http://www.zeichentrickserien.de/hasewolf.htm

Der tägliche Kampf des Gärtners

Das ganze Jahr über plagen den Gärtner die Unkräuter an allen Stellen im Garten.

Egal ob Staudenbeet, unter Obst- und Ziergehölzen oder einfach im Rasen, überall fallen die störenden Pflanzen ins Auge.  Dabei geht es nicht nur um die Optik! Schließlich entsteht durch das Unkraut eine erhebliche Konkurrenz um Nährstoffe, Wasser und Platz.

Der tägliche Kampf des Sisyphus

Der Kampf gegen das Unkraut, lässt schnell den Vergleich mit “Sisyphus – Arbeit” aufkommen.

Sisyphus’ Strafe in der Unterwelt bestand darin, einen Felsblock einen steilen Hang hinaufzurollen.  Ihm entglitt der Stein jedoch stets kurz vor Erreichen des Gipfels und er musste immer wieder von vorn anfangen.

Seit der Antike ist diese Strafe Gegenstand philosophischer Betrachtungen,  ähnlich wie Glück oder Erfolg.

Albert Camus,  Die Pest:

„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.“

Günter Grass bezeichnet Sisyphus als seinen Privatheiligen und vergleicht das Ende der Sisyphusarbeit mit gefährlichen Utopien: „Sisyphus ist nichts anderes als das Wissen, dass der Stein oben nicht liegen bleibt – und dann das Jasagen dazu. Für mich gäbe es keine schrecklichere Vorstellung als die, dass der Stein eines Tages oben liegen bliebe. “

In der altindische Legende von Naranath Bhranthan wälzt dieser auch immer wieder einen rießigen Stein einen Berg hinauf, allerdings freiwillig und erfreut sich anschließend am Zurückrollen des Steins ins Tal.

Der tägliche Kampf gegen die E-Mail Flut?

So wie der Wolf auf den Hasen reagieren wir auf neu eingegangene E-Mails oder  wahlweise paralysiert wie die Maus vor der Katz.

Das Postfach wird niemals leer:

  • Im ignorieren liegt die Kraft empfiehlt der Harvard Business Manager.
  • Ein leeres Postfach – ja unbedingt – auch ein Tip vieler Orts zu lesen.

Welche Betrachtungsweise ist die Richtige?

Der Gärtner steht vor der Entscheidung Unkrautvernichtungsmittel, manueller Kampf gegen das Unkraut oder gar wachsen lassen?

Die Philosophen stehen vor der Entscheidung ist Sisyphus ein gestrafter unglücklicher Mensch oder gar ein glücklicher?

Im Falle des Postfaches stehe ich vor der Entscheidung  ignorieren oder immer leeren oder nach Lust und Laune das Postfach leeren?

Fazit

Die Entscheidung können nur wir treffen.

Erfreuen wir uns an einem leeren Postfach, an jeder eingehenden Mail oder an einem gefüllten Postfach – was unseren Werten und  Charakteren am meisten entspricht.

Genießen wir diesen Moment, fühlen uns erleichtert,  glücklich,  erfolgreich – das Leben besteht nur aus einer aneinander Reihung von Momenten – und wir haben die Wahl uns in jedem Moment zu entscheiden wie wir uns fühlen wollen.

Treffen wir doch jede Entscheidung so, dass wir uns erleichtert fühlen.

 

Einen wundervollen Tag

Birgit

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