Wie ich wirklich jede Situation beeinflussen kann
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Wie ich wirklich jede Situation beeinflussen kann

Wer ist schuld an der umgekippten Kaffeetasse am Morgen? Kann ich wirklich jede Situation beeinflussen oder bin ich nicht doch Opfer der Umstände?

Wer ist nun schuld an der umgekippten Tasse? Der oder die Liebste die uns abgelenkt haben? Die Kaffeetasse? Der Kaffee? Oder das Wetter? Oder der Termin, der uns zur Eile treibt?

Was ist diesen Fragen allen gemein? Sie suchen eine Antwort im Außen. Im Außen ist diese Antwort nicht zu finden. Also doch, ich bin schuld, jaja passiert mir ja dauernd, ich bin einfach ungeschickt. Nee, auch falsch. Es ist einfach passiert, weil wir mit den Gedanken und  unserer Aufmerksamkeit irgendwo waren….  Der Kaffe läuft….wir fangen an zu schimpfen über die Situation.

Stellen wir uns doch vor, wir wären  eine Fliege auf dem Marmeladenglas. Wie sieht die umgekippte Tasse aus ihrer Perspektive aus? Sie sieht nur eine umgekippte Tasse und auslaufenden Kaffee.

Was sehen wir? Auch eine umgekippte Tasse – doch dabei belassen wir es nicht, wir sind ja die einzigen auf dieser Welt die ein Bewusstsein haben, deshalb müssen wir diese Situation bewerten.

Weil wir diese Situation bewerten, sind wir automatisch ein Opfer dieser Situation. Das Bewerten ist ein Urteil und ein Urteil macht uns automatisch zum Opfer. Und ein Opfer sieht keine Wahlmöglichkeiten.

Was passiert wenn wir die Wahlmöglichkeiten nicht sehen, wenn der Tag schon mit der Opferhaltung begonnen hat? Wir werden wohl noch mehr solche Situationen auf uns anziehen, wie ein Magnet für Missgeschicke. Um am Abend seufzend “Was für ein blöder Tag – der hat ja schon am Morgen mit der Tasse so besch… angefangen” ins Bett zu fallen.

Die Lösung des Problems wäre ziemlich einfach, wenn wir uns in die Fliege auf dem Marmeladenglas verwandeln könnten, weil wir dann kein Urteil darüber fällen, ob es schlecht oder gut, dass die Tasse umgefallen ist und der Kaffee sich genüßlich über den Tisch ergießt…

Gibt es auch eine Lösung für uns geplagte Menschen?

Der Trick ist, die Aufmerksamkeit von außen nach innen richten, wie beim Besteck-Trick immer von außen nach innen vorgehen. Was ist der innerste Löffel – der Dessertlöffel – das Süßeste sind wir.

Dann richten wir doch die  Aufmerksamkeit von außen nach innen auf uns.  Als erstens sollten wir bemerken,  wenn wir über die Situation wütend sind, dass wir uns in der Opferrolle befinden. Danach könnnen wir wählen:

  •  Konzentration auf den Atem
  •  Denken an eine lustige Geschichte

oder einfach ein Kunstwerk produzieren, wie Red Hong

Das bewirkt, dass wir unsere Aufmerksamkeit nicht mehr auf die unerwünschte Situation richten, sondern die Aufmerksamkeit auf uns, damit entspannt sich sofort alles.

Übrigens, wir können die Aufmerksamkeit auch noch ändern, wenn wir schon in die Falle der „Wut“ getappt sind.  Es fühlt sich einfach phantastisch an, wenn ich es geschafft habe, den üblichen Kreislauf zu durchbrechen und es motiviert es immer öfter zu versuchen.

Es klingt einfach, ist einfach – die Einfachheit darin zu sehen, ist das Schwierigste!

Viel Spaß beim Bemerken, dass wir die Dinge immer verkomplizieren

Birgit

 

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