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Warum Reisen wir so gern?

Wir möchten gern dem Alltag entfliehen, der Kulisse die uns täglich umgibt. Es tut uns wohl etwas Anderes zu erblicken.

Warum? Es fällt uns schwer die gewohnten Dinge im Alltag anders zu betrachten, ständig etwas Neues darin zu entdecken.

Wir erfreuen uns auf Reisen an einer anderen Landschaft, Architektur und anderen Menschen. Unsere Augen erblicken andere Farben, neues Licht, unsere Ohren hören andere Geräusche, z.Bsp. das Rauschen des Meeres, den Gesang von uns fremden Vögeln. Selbst unsere Nase wird überrascht

mit einem neuen Geruch und erst unser Geschmackssinn – dieses Gewürz schmeckt einfach phantastisch.

Wir genießen es, lassen uns inspirieren, nehmen uns vor in unserem Alltag etwas zu ändern, was uns im Reiseland so besonders gut gefallen hat. Doch kaum sind wir wieder im Alltagstrott, haben wir dies alles vergessen.

Was haben wir aber immer in unserem Reisegepäck? – Uns selbst.

Wir haben uns im Gepäck auf der Reise und sehen und erleben genau das, was wir erwarten. Entweder wir gehen offen und neugierig auf Reisen und werden uns an den meisten Erlebnissen erfreuen und wundervolle Dinge erleben oder eben nicht. (diese Reisenden sind aber nicht Gegenstand meiner Betrachtung)

Ja, leider haben wir uns aber auch wieder im Gepäck in unserem Heimatland. Wir tun und sehen die Dinge wieder wie wir es gewohnheitsmäßig tun.

Welchen Sinn hat dann eigentlich eine Reise?

Erstens können wir uns eine phantastische Auszeit vom Alltag gönnen. Zweitens nehmen wir viele schöne Erinnerungen und innere Bilder mit in den Alltag auf die wir immer zurückgreifen können, wenn mal was nicht so gut läuft. Oh und wir haben schöne Geschichten zu erzählen.

Meine eigentliche Frage ist aber:

Können wir noch mehr von einer Reise mitbringen? Zum Beispiel eine neue Sicht auf unseren Alltag, auf uns? Kann eine Reise dazu beitragen uns selbst besser kennen zu lernen? Ist es möglich auf einer Reise herauszufinden, was uns wirklich wichtig ist?

Können wir auf  einer Reise unsere Dämonen besiegen? Nein, weil die tauchen da nicht auf – sie mögen keine Reisen und ich deshalb besonders gern. Die warten in aller Ruhe auf uns und nehmen uns wieder voller Freude in Empfang.

Warum mögen unsere Dämonen Reisen nicht?

Wann tauchen unsere Dämonen in Gestalt von Angst, Zweifel, Schuld und Sorgen auf? Beim Erschaffen und Gestalten unseres alltäglichen Lebens. Bei den Fragen: Wer bin ich? Was kann ich? Was möchte ich in diesem Leben? Welche Entscheidung ist die Richtige?

Deshalb genießen wir die Auszeit und die Erlebnisse einer Reise und tanken soviel Kraft wie möglich für viele perfekte Tage in unserem Alltag.

Ein perfekter Tag:

„Du kämpfst mit Deinen Dämonen, siegst und feierst es  göttlich“

Birgit

Impressionen Italien, Region Marken

Italy, Marche, Senigallia

Impressionen Italien, Region Marken

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