Wann fühlt sich eine Beziehung gut an?
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Wann fühlt sich eine Beziehung gut an oder wie wir unsere Beziehungen verbessern können?

Warum mögen wir manche Menschen lieber als andere? Wir treten tagtäglich mit vielen Menschen in Beziehung in unterschiedlichen Formen/Rollen, wie zum Bsp. Mama, Papa, Partner, Kind, Kollege, Kollegin, Freund, Freundin, Chef, Chefin, Kunde, Kundin, Nachbar in öffentlichen Verkehrsmitteln etc. ebenso vielfältig wie unsere Rollen in den Beziehungen ist auch die Qualität und Quantität der Beziehung.

Mit jedem Individuum, dem wir begegnen, haben wir eine Beziehung, und sie alle werden von

unserer Beziehung zu uns selbst beeinflusst. Das, wie wir uns selbst sehen, ist das, wie wir unsere Energie und unsere Annahme oder Nichtannahme auf jeden Anderen projizieren, da dieser Einfluss auf alle unsere Interaktionen allumfassend ist. Jedes Individuum spiegelt oder reflektiert uns unsere Meinung über uns selbst.

Wir bevorzugen Beziehungen, in der wir uns gegenseitig bestätigen, in unseren Meinungen und Vorlieben und gleichzeitig stellen wir dann auch fest, dass diese Beziehungen irgendwie nicht hilfreich sind für eine Art Weiterentwicklung. Wir fühlen uns wohl damit, doch damit einher geht ein Gefühl der Stagnation und den Fragen: “War das Alles?  Könnte es noch etwas anderes geben?”

Dann gibt es die Beziehungen, die uns einfach nur nerven, wir hassen sie, würden ihnen am liebsten aus dem Weg gehen – die Beziehungen zu den “Arschengeln”. Auf den ersten Blick sind es die Beziehungen, die uns helfen können.

Sie spiegeln oder reflektieren uns die Sicht über uns, die wir nicht wahrhaben wollen.  Zum Beispiel: Ein wenig netter Kommentar am Morgen, von einem Nachbarn, Kollegen oder der Nachbarin in der U-Bahn, der uns nicht denken läßt, schade, der, die  hat wohl keine Lust auf Montag, sondern der mich wütend macht, zeigt mir deutlich, dass ich auch keine Lust auf Montag habe.

Eine perfekte Beziehung in meinen Augen ist aber eine Beziehung, die mir hilft mich zu erkennen, doch auf eine positive Art, nicht auf die Art: “Oh, ich mag ihnen allen am liebsten aus dem Weg gehen.”  sondern “Wow, ich freu mich auf diese Begegnung, ich lerne sicher wieder etwas Neues über mich”.

Ich habe im letztem Jahr mir sogar mehrere Beziehungen davon in mein Leben gezogen.

Da diese Art von Beziehung neu in meinem Leben ist, muss ich irgendetwas anders gemacht haben. Was habe ich an meiner üblichen Vorgehensweise geändert?

  • Ich habe begonnen, nach Dingen Ausschau zu halten, die ich an mir selbst wertschätzen kann und tue es regelmäßig. Das heißt, ich habe meine Aufmerksamkeit auf mich selbst gerichtet und damit die Perspektive gewechselt.
  • Ich habe aufgehört mich ständig von anderen Menschen bedroht zu fühlen.  Also öffne Dich den anderen Menschen, hör auf eine Mauer um Dich zu ziehen, ob es nun eine aus Arroganz, Charme oder Witz oder ein Mix aus allen ist – fühl Dich nicht permanent durch andere Menschen bedroht.
  • Wenn Dich etwas triggert, dass heißt Du bist sauer, traurig, wütend etc. nimm es wie ein Geschenk, schau wie Du üblicher Weise darauf reagiert hast in Deinem Leben und dann tue es nicht, sondern such Dir etwas, womit Du Dich selbst wertschätzen kannst, das unterbricht erst einmal die übliche Routine, dann überlege, ob es eine andere Möglichkeit gibt, darauf zu reagieren. Dies klappt nicht immer, doch immer öfter und ist eine gute Übung mit der Aufmerksamkeit bei Dir selbst zu bleiben, statt im Außen einen „Schuldigen“ zu suchen.
  • Es hat sich als wertvoll und wichtig erwiesen, die automatischen Erwiderungen zu entdecken und kurz innezuhalten. Ja, und wo ist diesmal die Aufmerksamkeit – auch bei mir selbst, es scheint das Wichtigste zu sein, seine Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten.
  • Ich freu mich, dass ich zugelassen habe, dass ich eine verschlossene Tür in mir entdeckt habe, statt ungeduldig zu sein, wie ein Knirps in der Vorweihnachtszeit, diese unbedingt sofort und schnell zu öffnen oder wenigsten einen Blick zu erhaschen, was sich dahinter verbirgt.  Es ist wohl notwendig sich erst einmal an der Tür zu erfreuen, an den Farben, der Form. Sie ist sicher golden. Dann das Wissen fühlen,dahinter verbergen sich Edelsteine. Dann wird die Zeit kommen, wo die Türflügel automatisch wie „Sesam öffne Dich“ aufgleiten und den Schatz freigeben. Nachdem ich mich in der Betrachtung und dem Fühlen dieser Steine bewußt, mit Freude und Spaß hingegeben habe, wird mit Sicherheit eine neue Tür auftauchen. Wer liebt nicht die Herausforderung?
  • Sich bereits sich an den Fragen, Problemen und verschlossenen Türen zu erfreuen und nicht ungeduldig die Lösung herbeizusehen – das übe ich gerade.

Was wäre für Dich eine bereichernde Beziehung? Ich freu mich auf viele inspirierende Kommentare.

Birgit

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