Du stehst vor einer Situation mit der Du unzufrieden bist und wie kannst Du sie lösen?
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Du stehst vor einer Situation mit der Du unzufrieden bist und wie kannst Du sie lösen?

Wir  betrachten eine Situation, wir überlegen was wir haben und wir bewerten die Situation. In einer schwierigen Situation in der wir glauben nicht das zu erreichen, was wir möchten, richtet sich unser Denken sofort auf Bewertung und Analyse der Situation. Wir sind am Problem lösen.

Wir überlegen, was wir glauben was wir wollen. In vielen Situationen ist das, was wir glauben zu wollen nicht das was wir wirklich wollen.  Ist Dir das auch schon mal aufgefallen?

Wir glauben, wir wollen das, weil es vernünftig klingt oder weil wir das haben sollten oder weil es damit verbunden ist, was wir fühlen – aber das was wir fühlen ist nicht immer der Indikator für das, was wir wahrhaftig wollen. Unsere Gefühle können diese Situation oder diese Richtung sozusagen vernebeln.

Das anschauliche Beispiel, Du bist mit dem Boot auf dem See und es bricht ein Gewitter über Dir herein. Du glaubst, diese Situation willst Du nicht, Deine Gefühl zeigt Dir vielleicht Angst an und doch ist diese Situation da. Was ist in dem Fall das Beste für Dich? Nein sagen, weil Du es einfach nicht magst? Oder ja sagen und die Herausforderung annehmen und damit auch ja sagen zu dem Vertrauen in Dir.

Ein weiteres gerade aktuelles Beispiel. Ich hatte mir vorgenommen, diesen Artikel zu schreiben. Ja, als endlich Zeit dafür war, alles andere getan, fiel mir ein, ich könnte noch ein wenig telefonieren – mmh, Gesprächspartner war nicht da – unzufrieden. Was jetzt? Weitere Ablenkungen suchen oder Was ist das Beste jetzt für mich? – ja, schreib einfach.

Das Gefühl der Angst ändert sich  in dem Augenblick in dem Du die  Aufmerksamkeit bewegst. In dem Fall auf die Frage, was ist in dieser Situation das Beste für mich? Statt in der Denkspirale weiter festzustecken, denn die Denkspirale löst das Gefühl wieder aus. Diese typischen Fragen, die einem immer durch den Kopf geistern „soll ich, oder soll ich nicht?“ und nur für mehr Verwirrung sorgen. Das Einzige sinnvolle wäre, einfach eine Enscheidung zu treffen, doch manchmal ist das nicht möglich. Dann sind folgende Fragen hilfreich:

Die Frage: Was ist in dem Fall, das Beste für mich? kann folglich auch alte, automatische Reaktionen auf die Situation unterbrechen.

Oder die Frage: Was motiviert mich das zu tun, wie andere mich wahrnehmen sollen oder was ich gern möchte?

Nun, wenn wir in einer Situation sind, wo wir im Augenblick nicht sehen, was sie uns bringt, doch die Richtung ist in Vertrauen darauf, dass es das tun wird, dann wird es das auch tun. Den immer wenn wir uns selbst vertrauen, ist es ein Vorteil.

Wir können, wenn wir uns selbstvertrauen neue Erfahrungen schaffen. Ist es nicht das, was wir uns so gern wünschen, aus alten Mustern aussteigen und neue Erfahrungen zu machen?

Ich freu mich, wenn Du im Kommentar mitteilst, wie Du mit Situationen umgehst, die Du nicht magst.

Birgit

 

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19 Kommentare

  1. hubert egartner

    Situationen, die ich nicht mag, und wie ich damit umgehe?
    Die Frage ist gut. Danke.

    Nun, spontan kommt mir eines. Unterschiedlich. Ich gehe unterschiedlich damit um. Habe aber noch nie darüber nachgedacht, warum. 🙂

    Situation 1:
    Eine Situation, in der ich mich schon öfter befand, löst weniger Ängste in mir aus. Und da ich sie ja „überlebt“ habe, habe ich auch ein Repertoire an Lösungen parat. Es bietet sich also an, auf eine der bereits durchexerzierten Lösungen zurückzugreifen und mein Handeln danach auszurichten, um mich wieder auf Spur zu bringen. Das kann schnell zur Routine werden und Routine kann einschläfernd sein, weil das Streben nach Alternativlösungen fehlt.

    Situation 2:
    Eine völlig neues Problem. Sofort beginnt nun mein Denken nach Lösungen zu suchen. Je unangenehmer das Problem, desto schneller muß eine Lösung her. Hektische Ungeduld ist mein Antrieb. Ich lass mir keine Zeit, da ich ja bedroht werde. Oft ist die Bedrohung nicht lebensgefährdend, und trotzdem handle ich so. Ich hätte Zeit, das Problem genauer anzusehen, mich damit auseinanderzusetzen, nehm sie mir aber nicht. Folglich nehme ich die erstbeste Lösungsstrategie und beginne, weiterhin hektisch, diese umzusetzen. Ich bin dann so fixiert auf die Umsetzung, dass ich das Problem schon aus den Augen verloren habe. Wie fremdgesteuert handle ich nach meinem Plan und übersehe dabei oft, dass er mich in die Irre führt und eventuell nur ein neues, anderes Problem dabei entstanden ist. Ich nenne diesen Zustand mangelnde Gelassenheit. Und in dem Wort Gelassenheit verbirgt sich gehen lassen. Vermutlich könnte ich das Ursprungsproblem gehen lassen, würde ich nicht sofort in hektischen Stress verfallen. Es muß ja etwas zuerst wirklich kommen, bevor man es gehen lassen kann. Ich muß es erst annehmen, um es loszulassen.

    Situation 3:
    Mein Leben ist real in Gefahr. Nun, dann schaltet jeder auf Überlebensmodus. Er handelt instinktiv, ohne eine Sekunde zu Denken. Da kommt die Problembewältigung erst, wenn man die Situation schon überlebt hat.

    Liebe Birgit. Das sind meine spontanen Gedanken zu deiner Frage. Ob es Antworten sind, weiß ich noch nicht.

    GlG
    Hubert

    • hubert egartner

      Hallo Birgit.

      Nun…, weißt du?
      Ich finde es schade, dass unsere Lebensphilosophien, die wir so oft via Telefon erörtern und teilweise für anspruchsvoll halten, an diesem Blog vorbei gehen. Find ich ernsthaft schade. Ich würde mir wünschen, dass die Inhalte öffentlich werden. Lass uns doch bitte öffentlich diskutieren und alle, die wollen, an der Diskussion teilnehmen. Nicht als drittplatzierte Beobachter. Aber alls Kritiker. Als Interessierte. Als Inspiration. Ich würde mir wünschen, dass du diesen Blog öffentlich machst. Für alle, die etwas dazu zu sagen möchten. Was haltest du davon?

      GlG
      Hubert

  2. sunandeasy

    Lieber Hubert,
    Du schreibst, Du hast noch nie darüber nachgedacht. Ich denke darüber schon länger nach, weil es mich nervt, dass ich auf Situationen so automatisch reagiere und ich wünsche mir einfach aus den alten Mustern auszusteigen.

    zu Situation 1:
    Wie ich festgestellt habe, bedarf es viel Aufmerksamkeit und erst mal einem innehalten und diese unliebsame Situation überhaupt bewusst zur Kenntnis zu nehmen, statt sie beiseite zu schieben.
    Das bewusste zur Kenntnis nehmen einiger Situationen (lange noch nicht alle), hat sich schon als großer Gewinn erwiesen.
    Bei der bewussten Kenntnisnahme hat sich nämlich gezeigt, dass das was ich meinte zu wollen, weil ich bei diesem Gefühl immer so reagiert habe, keine Gültigkeit mehr hat und sich einfach nicht richtig anfühlt.

    zu Situation 2:
    Das kenne ich auch gut, die Probleme, die sich nicht beiseite schieben lassen und mein Kopf sofort, zwingend und ganz schnell eine Lösung will und überhaupt nicht mehr aufhören kann zu denken und am allerschlimmsten, wenn sich bei allem Denken, keine Lösung zeigen will – der Yogalehrer sagt immer, aufhören zu kämpfen, zu lassen oder wie Du sagst, gehen lassen. Als eine gute Möglichkeit hat sich auch erwiesen, die Aufmerksamkeit sich selbst zu zu wenden, wie im Text geschrieben, und sich die Frage zu stellen: Was ist zu meinem Besten? Tja und wenn ich das gerade nicht beantworten kann, habe ich schon mal das Gedankenkarussell gestoppt und es bleibt mir eigentlich nur, mir zu vertrauen, dass ich mir eine Erfahrung gestatte, die mich ganz sicher bereichert. Wenn es mir gelingt, fühlt es sich verdammt gut an. Ich übe es einfach weiter. Öfter passiert es, dass ich mit dem alten Muster des Denkens beginne und es mir dann auffällt – auch schon genial.

    zu Situation 3:
    Wahrscheinlich tun wir unter diesen Umständen einfach das Richtige und haha, ganz ohne Denken.

    Meine Gedanken und Experimente diesbezüglich. Macht das für Dich Sinn?

    GlG
    Birgit

  3. hubert egartner

    Macht es für mich Sinn? Sollten deine Gedanken für mich Sinn machen, oder eher für dich fortschrittlich sein? Ein Austausch ist immer nur dann gut, wenn ich für mich etwas positives erkennen kann. Die Frage nach dem „du auch?“ ist einschränkend. Tu das nicht. Nicht mehr. Wären deine Gedanken für mich nicht gewinnbringend, hätten wir keinen Dialog. Das klingt egoistisch. Und es ist auch egoistisch. Ich interessiere mich zunächst an meinem eigenen Fortschritt. Endlich bin ich Asozial. Mann, das hat gedauert. Glaub bitte nicht, dass ich an dir interessiert bin, wenn wir uns schreiben. Bin ich nicht. Und Glaub bitte, dass du wertvoll bist. Wertvoll für mich. Soll heißen, dass ich Werte in dir sehe, die du dir selbst zwar andichtest, die du aber nicht (noch nicht) erkennst. Das sind noch nicht zementierte Vermutungen, die du schon lange in dir trägst, die aber immer wieder mal ins Wanken geraten könnten, wenn irgendwer „Besonderer“ hinterfragt. Lass es künftig nie mehr zu. Gerate nie mehr ins Wanken. Ok?

    Nun: Situation zwei:
    Du erlaubst dir eine „gedankenlose“ Erfahrung, die dich bereichert.

    Erkläre mal: wie kann dich etwas „gedankenlos“ bereichern? Ist die Wahrnehmung in Richtung „Bereicherung“ oder „Verlust“ gedankenlos? Geht das? Kannst du ohne Gedanken irgendwie sortieren? Oder hab ich dich falsch verstanden?

    GlG an Dich
    Freu mich immer, von dir zu hören.
    Hubert

    • Du hast Recht, gedankenlos ist nicht das treffende Wort, da wir Menschen, meiner Erfahrung nach, niemals nie nicht denken. Das Denken ist einen eigenen Artikel wert, demnächst…
      In meiner Wahrnehmung basieren Gedanken immer auf bereits gemachten Erfahrungen. Wie komme ich dann zu neuen Erfahrungen, wenn Gedanken nur wiederholen, was ihnen bereits bekannt ist?
      Der einzige Weg der sich mir bisher gezeigt hat, war, sich von den Gedanken zu distanzieren und darauf zu vertrauen, dass mir die Intuition einen Weg zeigt und das erfordert Vertrauen.

      Und ja, Du hast auch recht damit, dass ich mir nicht vollständig „bewusst“ bin. Von der Prämisse ausgehend, dass sich jeder im Gegenüber reflektiert, spiegelt, erkennt, gibt es diesen Punkt auch bei dem Gegenüber, dass dieses erkennt.

      GLG
      und auch ich freu mich von Dir zu hören
      Birgit

  4. hubert egartner

    Weißt du, was schon lange immer wieder meine Antwort auf die Frage „Wie geht es dir?“ war und ist. „Wenn ich nicht nachdenke, geht es mir gut!“. Und das empfinde ich auch ernsthaft so.

    Ich „denke“, die Lösung vieler Probleme wäre der ernsthafte Versuch, den Denkaparat im hier und jetzt zu fokussieren. Meine Gedanken sind all zu oft Meilen davon entfernt. Und ich glaube wie du, dass das Nichtdenken im Alltag unmöglich ist. In unserer Kultur ist Gedankenlosigkeit auch etwas Verpöntes, Gefährliches. Um Gedankenlos sein zu dürfen, brauchen wir einen sicheren Ort. Und dann die tiefe Meditation über die Wahrnehmung unseres Körpers. Wie du mir auch schon über deine Yoga-Erfahrungen berichtet hast.

    Gedankenlosigkeit beschreibt Meinung nach aber genau den fehlenden Fokus auf den Moment, den wir gerade durchleben.

    GlG
    Hubert

    • sunandeasy

      „Wenn ich nicht nachdenke, geht es mir gut!“. Damit meinst Du sicher, den wohltuenden Zustand der Gedankenlosigkeit, der entsteht, wenn die Gedanken ruhig fließen, wie beim Yoga oder der Meditation.

      Die verpönte Gedankenlosigkeit der Gesellschaft ist die Zerstreutheit “Wo bist Du denn schon wieder mit Deinen Gedanken? Immer mit dem Kopf in den Wolken “ o.ä. Dabei ist das doch so ein schöner Fluchtort, dem man den Kids manchmal so neidet, weil die dürfen es noch..

      Weißt Du, mir macht “Denken” auch oft Spaß, wenn ich ein rein intellektuelles Problem löse.

      Denken finde ich als extrem lästig, wenn sich so ein Wiederholungsdenken, Denkspirale einstellt. Wie soll das gehen, ich finde keine Lösung? Wenn ich das anders gemacht hätte, dann…? Warum passiert das immer mir? Könnte noch endlos viele Beispiele aufzählen. Und Wiederholungsdenken, entsteht oft, wenn man für irgendetwas keine Lösung findet und dann unzufrieden mit sich selbst wird.
      Und dies ist möglich zu stoppen, in dem man die Gedanken unterbricht, mit Fragen oder der Konzentration auf etwas anderes, zum Beispiel Atmen und sich wieder eine “Gedankenruhe” einstellt.
      Wenn ich in dem Gedankenkarusell feststecke, überhöre ich oft die Intuition. Und die Intuition ist es, die neue Impulse im Leben gibt.

      Wenn ich mal einen seltenen Moment der Gedankenruhe erfahre, empfinde ich diesen Moment fokussierter, auch wenn es nicht um eine Entscheidung geht, weil alle anderen Sinne mehr zum Tragen kommen. Ich nehme es nicht als fehlenden Fokus auf den Moment wahr.

      Letztendlich, hat wohl alles seine Berechtigung, es sind alles nur Experimente um sich besser zu fühlen, mit mehr oder weniger Erfolg. Das Wichtigste ist wohl sich nicht zu ernst zu nehmen. Auch eine gute Möglichkeit Gedanken zu unterbrechen, über sich selbst zu lachen. 🙂

      Liebe Grüße
      Birgit

  5. hubert egartner

    Du hast recht. Mit deinem letzten Gedanken, sich selbst nicht ernst zu nehmen. Stellt sich für mich die Frage: wen oder was sollte ich denn dann ernst nehmen, wenn nicht mich? Sag doch mal. Bitte.

  6. hubert egartner

    OK, Sunandeasy: Du sagst also: ich soll mich wichtig nehmen. Aber nicht ernst. Weil Ernst einne blöde Ausstrahlung hat. Und, Ernst ist nicht so ernst zu nehemen, weil er „ja nur spielt“. Und Ernst mag sowieso niemand, weil er ernst ist. Oder versucht, ernst zu sein.

    Mir ging es nur darum:
    Soll ich mich ernst nehmen, aber nicht wichtig?
    Soll ich mich wichtig nehmen, aber nicht ernst?

    Da wäre deine Antwort wichtig. Aber nicht ernst.

    ;))))

    • he, wie wäre es wenn die Wörter ernst und wichtig gar nicht passend sind?
      Statt wichtig nehmen – bemerken, beobachten und dann gewichten auf was ich mich konzentrieren will. Will ich tatsächlich allen Unzulänglichkeiten im Leben Gewicht geben? Oder ist es nicht angenehmer den positiven Seiten mehr Gewicht zu geben?
      Du, wir alle sind bedeutsam, beobachten und geben den Dingen Gewicht, die wir für relevant halten.
      Heute morgen ist mir aufgefallen, dass wir Dingen wirklich Gewicht verleihen, wenn wir uns darauf konzentrieren, obwohl sie wirklich keine Bedeutung haben. 🙂

  7. hubert egartner

    Bedeutung:
    Steckt nicht schon im Wort das Wort Deutung? Und wenn dem so ist. Ist Deutung nicht von jeher individuell? Und wenn dem so ist, wären dann nicht mittlerweile über 8 Milliarden Deutungen zulässig? Und wenn dem so ist, wäre dann die Frage nach Bedeutung nicht bedeutungslos?

    LG. Nö. GlG

  8. hubert egartner

    Noch was: wenn Bedeutung bedeutungslos ist. Wenn dem ernsthaft so ist. Wäre dann nicht all unser Leben ohne Bedeutung? Wenn also unser Leben ohne Bedeutung wäre könnte es ja auch sein, dass es sinnlos ist. Oder verwechsle ich jetzt gerade Bedeutung mit Sinn?

    GlG Hubert

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